Netzrückprallwand
Netzrückprallwände, auch Rebounder oder Ballprallwände genannt, sind tolle Trainingsgeräte für fast alle Ballsportarten:
Wird der Ball auf das Netz der Rückprallwand geschossen, beschleunigt dies den Ball, der dadurch zurück prallt. So fungiert die Rückprallwand praktisch als „Gegenspieler“ – diese Wirkung kann für alle möglichen Trainingssituationen sehr effektiv genutzt werden: je nachdem, „wen“ man gerade braucht, „spielt“ die Netzrückprallwand z. B. beim Fußball den Schützen oder Flankengeber…
Mit der Netzrückprallwand kann also auch unabhängig von einem Trainer wirkungsvoll trainiert werden – ob Ballannahme, Abrollen oder Hechten, eine Netzrückprallwand ist auch besonders geeignet zum Erlernen und Perfektionieren des Torwart-Spiels.
Spielsituationen wie der Flugkopfball oder die Direktabnahme aus dem Fußball lassen sich mit der Netzrückprallwand toll üben, in dem der Ball einfach auf die Netzrückprallwand geworfen wird und von dort aus wie von einem Gegenspieler übernommen werden kann.
Die Netzrückprallwand ist darum ideal zum Einsatz in Fußballschulen.
Und „ganz nebenbei“ bringt die Netzrückprallwand auch einfach Spaß und Motivation in das Training für Handball, Volleyball, Basketball, Tennis etc. und gestaltet es abwechslungsreich.
Material und Besonderheiten einer Netzrückprallwand
Netzrückprallwände gibt es in verschiedenen Größen, sie sind zwischen 1 x 1 Meter und 5 x 9 Meter groß und bestehen sie aus einem Metallgestänge, und einem flexiblen, gestrafften Netz. Mit Haken lassen sie sich im Boden verankern oder auf dem Hallenboden aufstellen.
Netzrückprallwände lassen sich bequem auseinander bauen, platzsparend aufräumen und auch genau so leicht wieder zusammen bauen.
Neben den Netzrückprallwänden gibt es auch noch Ballprallwände, die einen ähnlichen Effekt wie Netzrückprallwände haben: diese bestehen aus ein – oder mehreren massiven Brettern aus Hartplastik, Holz oder Fiberglas, die eine Ballprallwand bilden aus ein – oder mehreren Wänden. Mehrwändige Ballprallwände können so von mehren Seiten „bespielt“ werden.
Auch Ballprallwände lassen sich entweder im Rasen verankern oder haben feststellbare Rollen.
Die Netzrückprallwand im Zentrum von Tschoukball
Der Tschoukball, für den die Netzrückprallwand ursprünglich entwickelt wurde,
ist eine Sportart, die Fairness im Spiel in jeder Hinsicht im Spiel an oberste Stelle setzt. Die Netzprallwand steht im Zentrum dieses Spiels.
Das Spiel und die Regeln sind so konzipiert, dass man sich beispielsweise als Gegenspieler im Feld nicht behindern und demnach auch nicht verletzen kann. Ein Abbau von Aggressionen erfolgt bei diesem Spiel direkt auf das Ballnetz, und nicht auf Gegenspieler etc.
Spielablauf und Spielregeln:
Gespielt wird mit 2-12 Spielern auf Volleyball, Handball – oder Basketballfeldern.
Die Mannschaft, die im Ballbesitz ist, muss nach spätestens 3 Spielzügen (Pässen) auf einen der beiden Netzrückprallwände werfen.
Die gegnerische Mannschaft muss den Ball fangen. Landet der Ball innerhalb des Spielfeldes, gibt es einen Punkt für die Mannschaft, deren Spieler auf die Netzrückprallwand geworfen hat.
Während des Spiels darf der Ball den Boden höchstens drei Mal berühren. Nach drei Schritten muss ein Spieler den Ball wieder abgeben an einen anderen Spieler seines Teams. Er darf den Ball maximal drei Sekunden in den Händen halten.
Punkte für den Gegner gibt es, wenn:
das Netz beim Wurf nicht getroffen wird
der Ball nach dem Netzwurf aus dem Spielfeld springt
der Werfer den Ball nach dem Netzwurf selbst berührt.
der zurückspringende Ball in der „verbotenen Zone“ landet.